Wochenblister - eine Einführung

Die patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung d.h. die Herstellung von sogenannten Wochenblistern erfolgt in der Apotheke. Prinzipiell wird zwischen Heimversorgung und Privatkunden unterschieden. Es gibt Schlauchblister und übersichtliche Wochenkarten. Automaten für Schlauchblister gibt es bereits seit vielen Jahren. Mit zunehmender Anzahl gefertigter Kartenblister stellt sich auch hier die Frage nach Automatisierung. 

Wie auch am Anfang der Ära der Kommissionierautomaten gibt es bei den relativ neuen Blisterautomaten viele offene Fragen. Wir beantworten diese gern. Unser Wissen darüber haben wir uns über viele Jahre im internationalen Kontext erarbeitet.


Kartenformate - eine Auswahl

Allen Wochenkarten ist gleich, dass die Medikamente übersichtlich - meist nach früh, mittags, abends, nachts (manchmal noch extra "nüchtern") aufgeteilt sind. Man spricht deshalb vom Format 4x7 bzw. 5x7. Es gibt jedoch Ausnahmen (z.B. 6x7 - mit der Möglichkeit zusatzlich Flüssigkeiten zu verblistern). Weiterhin gibt es auch Karten, die jeder einzelnen Tablette ihr eigenes, in sich abgeschlossenes Blisterfach zuweisen.

Bei allen verfügbaren Blisterkarten wird sowohl für den Patienten als auch z.B. für Angehörige sehr schnell ersichtlich, ob die Medikamentenration korrekt eingenommen wurde.

Die Patienteninformationen, Bilder der Medikamente und die vorgeschriebenen Informationen sind auf allen Karten zwingend aufgedruckt.

Becherblister unterscheiden sich von den anderen Kartenformaten dadurch, dass die einzelnen "Becher" einfach herausnehmbar sind und dem Patienten direkt versiegelt übergeben werden können. 

Bei den anderen Kartensystemen gibt es jedoch auch die Möglichkeit der Perforation. Damit können auch hier einzelne Segmente - Blisterfächer -  mitgenommen werden (z.B. bei Besuchen, Aktivitäten oder Kurzreisen) ohne die gesamte Karte einstecken zu müssen.

Die meisten Kartensysteme sind aus (recyceltem) Polyethylenterephthalat hergestellt und sind in verschiedene Tiefen verfügbar - entsprechend der Anzahl der zu verblisternden Medikamente.